Wenn die Steinzeitmenschen mit Atomstrom experimentiert hätten…

Masse, Euro, Jahre: Ein paar Gedanken über Zahlen im Zusammenhang mit Tschernobyl – und warum das atomare Vermächtnis noch Hunderte von Generationen beschäftigen wird.

Artikel von Barbara Saladin, Ausgabe 1/17 der solarspar Zeitung. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Wenige Monate ist es her, dass das Schweizer Stimmvolk die Chance auf einen geordneten Atomausstieg nicht gepackt hat. Damit ist die zukünftige Laufzeit unserer alten Schrottreaktoren weiterhin unklar, und eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Derweilen läuft die Zeit. Wenigstens unsere.

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Arbeitseinsatz für die Stiftung Rotenbirben

Am 8. und 9. April 2017 hat der Club „Eine Erde“ seinen ersten Arbeitseinsatz geleistet. Clubmitglieder haben sich in Bonstetten getroffen und bei bestem Frühlingswetter zugunsten der Stiftung Rotenbirben verschiedene Tätigkeiten ausgeführt:

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Tage der Sonne im Knonauer Amt

Vom 5. bis 14. Mai 2017 finden im Knonauer Amt die Tage der Sonne statt. Lokale Aktuere aus allen Spektren der solaren und nachhaltigen Energiegewinnung stellen aus – und sich vor -, zeigen Filme, gelungene Projekte und verrückte Ideen (zum Beispiel diese).

Filmplakat Tomorrow.png

Auch solarbonstetten wird dabei sein – mit einem Film: „Tomorrow“. Am 12. Mai laden wir Gross und Klein (der Film ist ab 12 Jahren) ein, mit uns diesen eindrücklichen Film zu schauen. Wir zeigen die deutsche Fassung.

  • Ort: Gemeindehaus Bonstetten
  • Zeit: 19:30 Uhr bis zu 21:45 Uhr (inkl. Pause mit Wettbewerb)
  • Im Anschluss offener Austausch bei einem Glas Wein (oder Mineral)

Am 13.  und 14. Mai dann freuen wir uns auf interessierte Besucher am Solarstand der Standortförderung. Von 12:00 bis 17:00 Uhr stehen wir zusammen mit anderen Solaranbietern an der Pfruendhofstrasse 64 in Affoltern am Albis Red und Antwort zu allen Fragen der Energiegewinnung aus Sonnenenergie.

Weitere Details findet sich hier.

Buchempfehlung: Essen heisst töten

Mit „Richtig Tiere essen?!“ hat Louise Gray nicht ein Sach- sondern ein Selbstversuch-/Grundüberlegungs-/Gedankenanregungsbuch geschrieben.

Was bedeutet es, sich des Sterbens eines Tieres wirklich bewusst zu sein?

Wie wäre es, ein Jahr lang nur Tiere zu essen, welche ich selber getötet habe?

Richtig Tiere essen

Diese Fragen hat sich Louise Gray gestellt und ein Experiment gestartet. Am Ende dieses Experimentes (welches sich von geplanten 12 auf rund 24 Monate verlängert hatte), kannte sie Jagd- und Fangmethoden, die Schrecken eines Schlachthofs – aber auch den echten Geschmack eines Huhns – und das tiefe Gefühl, dass es sehr oft kein Fleisch sein muss.

Fazit der Autorin: Man soll sich ernsthaft damit befassen, dass das konsumierte Fleisch aus nachhaltiger, das Wohl der Tiere ins Zentrum stellender Quelle kommt.

Das Buch dazu sei euch wärmstens empfohlen. Edel-Verlag, Hamburg 2017, 352 Seiten, ca. 28 Franken.

Das zweite Leben der eMobil-Batterie

Inputgeber zu diesem Beitrag: Unser Mitglied Jürg

Auch gute Ideen verbrauchen Ressourcen

Was geschieht mit Batterien von eMobilen, wenn sie pensioniert werden? Nissan hat bereits über 200’000 Leaf’s verkauft, von welchen wir schon zuvor geschwärmt haben (254 Newtonmeter, in 3.7 Sekunden lautlos auf 50 km/h). Was aber geschieht mit den Batterien dieser Fahrzeuge, wenn sie auf 70% Leistung gesunken sind und in Pension gehen?

Der Trick mit dem zweiten Leben

Die Schweizer Firma Protoscar hat mit ihrem Projekt sun2wheel ein Konzept entwickelt, welches auch müden Batterien ein sinnvolles zweites Leben ermöglicht. Diese werden zu stationären Pufferbatterien umfunktioniert, welche die Tagesenergie von der Sonne (Solardach) aufnehmen und in der Nacht ans Elektomobil abgeben kann. Erst wenn der Speicher nicht mehr reichen sollte, wird Strom ans Hausnetz (als klassisches Beispiel: Boiler) und erst danach ans externe Stromnetz abgegeben.

Der Solarstromproduzent erhält so die Möglichkeit, ein grosses Stück weit selber zu entscheiden, was mit seinem Strom geschieht – und weiss tatsächlich, welcher Strom unter seiner Motorhaube steckt.

 

 

 

Ein klares JA zur Energiestrategie 2050

Unsere Politiker fragen sich: Soll man das Abstimmungsresultat zur Atomausstiegsinitiative gleich nutzen, um die gesamte Energiestrategie des Bundesrates zu bodigen?

Die Gegnerinnen und Gegner der Energiestrategie 2050 spüren Aufwind und setzen auf „Weiter wie bisher“, auf die dreckige und gefährliche Versorgung aus fossilen und atomaren Energiequellen und malen Blackout-Szenarien an die Wand. Viele dagegen wollen einen wichtigen Schritt vorwärts gehen – auch für die nächsten Generationen. Mit der Strategie wird die Schweizer Energieversorgung bis 2050 einheimischer und erneuerbarer. Daher stehen auch alle Schweizer Organisationen aus den Bereichen Heimat-, Natur-, Landschaft- und Umweltschutz zusammen mit den KMU und den Bauern geschlossen zur Energiestrategie 2050.

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Hier der Konter des WWF gegen diese Schwarzmaler.