Kurze Worte zur KoVI (Konzerverantwortungsinititative)

Liebe Leute aus Nah und Fern.

Kommendes Wochenende stimmen wir über die Konzernverantwortungsinitiative ab, einiges wurde auf dieser Seite dazu schon geschrieben (zum Film, zu den grundsätzlichen Anliegen der Initiative).

Für den 29.11. zeichnet sich ein sehr knappes Resultat ab und wir möchten noch einmal in aller Kürze aufzeigen, worum es geht und warum wir die Initiative vollumfänglich unterstützen.

Letzten Endes sind es die Konsumenten, die Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen in fernen Ländern billigen, indem wir die Produkte der fehlbaren Unternehmen kaufen. Das brächte aber einen grossen Nachforschungsaufwand mit sich: Wer von uns weiss denn schon, aus welcher Mine die Rohstoffe für seine Handybatterie stammen?

Damit das nicht so bleibt, braucht es die Initiative, denn diese definiert die Regeln, nach welchen in Zukunft Verletzungen eingeklagt werden können. Für eine Klage sind klare Regeln vorgesehen, die garantieren, dass nur echte Vergehen eine Chance haben, geahndet zu werden:

  1. Das Opfer muss belegen, dass es einen Schaden erlitten hat. Zudem braucht es einen Kausalzusammenhang zwischen der Geschäftstätigkeit des Konzerns und dem Schaden.
  2. Ein Schaden muss widerrechtlich entstanden sein und die Folge eines Verstosses gegen Menschenrechte oder internationale Umweltstandards durch den Konzern sein.
  3. Der Konzern in der Schweiz muss das fehlbare Unternehmen im Ausland kontrollieren (Tochtergesellschaft).
  4. Ist ein Fehlverhalten bewiesen, hat der Konzern noch immer die Möglichkeit, sich aus der Haftung zu befreien, indem er beweist, dass er die nötige Sorgfalt walten liess, also alle nötigen Instruktionen und Kontrollen durchführte, es aber dennoch zum Schaden kam.

Somit ist belegt, dass die Initiative nicht zu einer Klageflut führen wird, was ein Argument der Initivativgegner ist. Ebenso falsch sind die Behauptungen, dass von der KoVI auch KMU’s betroffen wären, dass für Zulieferer gehaftet werden müsste oder dass die Schweiz mit einer solchen Regelung alleine dastünde. Details dazu hier.

Die Annahme der Initiative ist eine Chance, denn damit erhalten die Konzerne klare Regeln, die sie zu einer ethischeren Geschäftstätigkeit anhalten. Dies wird Mensch und Umwelt schützen.

Gibt es in Eurem Umfeld Leute, die noch nicht abgestimmt haben und unschlüssig sind, welchen Argumenten sie Gehör schenken wollen? Dann gebt ihnen bitte diese Informationen weiter und motiviert sie, abstimmen zu gehen. Herzlichen Dank!

Autor: Roger Schuhmacher

Umweltschützer, Fan von neuen Wegen und gemeinsam erreichten Zielen

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