Neue Schweizer Luftreinhalteverordnung schützt Zementwerke

Die neuen Vorschriften über die organischen Emissionen in der Schweizer Luftreinhalteverordnung (Version 2016) – Eine gefährliche Regelung für die Umwelt

Von Josef Waltisberg

In der Revision der Luftreinhalteverordnung, die am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist,
wurden die Emissionen von organischen Substanzen für Zementwerke neu geregelt und
ein Grenzwert von 80 mg/m²] für flüchtige organische Emissionen eingeführt. Im Weiteren wurde der seit 1990 in Deutschland und 2000 in Europa eingeführte Grenzwert für polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane endlich auch in die Schweizer Verordnung übernommen.

Das BAFU begründet den Grenzwert von 80 [mg/m²] mit der Möglichkeit, dass in allen Schweizer Zementwerken belastete Böden bzw. kontaminiertes Erdreich als Rohmaterialersatz eingesetzt werden kann. Vergessen wird aber, dass damit auch Emissionen aus Abfällen aus der Sekundarfeuerung zugelassen werden.

Deutschland und auch Europa haben einen Grenzwert von 10 [mg/m1 und erlauben eine Anpassung des Wertes durch die Behörden für Zementwerke, deren organische Emission aus den Rohmaterialien (Kalkstein, Mergel, …) höher sind. Es wird aber klar festgelegt, dass diese erhöhten organischen Emissionen nicht aus der Verbrennung von Abfällen stammen dürfen. Mit den Emissionswerten des Werkes der Jura Cement AG in Wildegg wird gezeigt, dass dort die flüchtigen organischen Emissionen aus der Abfallverbrennung in der Sekundärverbrennung stammen. Im Weiteren wird festgestellt, dass sich aus dieser Verbrennung sich auch die krebserzeugende Verbindung Benzol entwickelt. Dabei wird nicht nur der Grenzwert zum Teil massiv überschritten, sondern auch das Minimierungsgebot der Luftreinhalteverordnung verletzt. In der ebenfalls angepassten Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverordnung, VWEA; Stand am 1. Januar 2018) wurden Grenzwerte für organische Stoffe von sogenannten Rohmehlersatzmaterialien definiert, also für Stoffe, welche dem Rohmaterial zugemischt werden dürfen. Wie die Erfahrung zeigt, sind die meisten der aufgeführten Stoffe jeweils nur leicht in den Grundmaterialien eingebunden (Beisplel: belastete Böden), verdampfen schon beim Aufheizvorgang im Zementofen
und werden an die Umgebung emittiert. Noch gefährlicher sind aber Stoffe wie polyzyk-
ische Biphonyle, etc. Sie sind Vorläufersubstanzen der Dioxine und gelangen über das
Rohmaterial in eine kritische Temperaturzone für die Bildung dieser äusserst giftigen
Verbindungen. In den Werken der Jura Cement in Wildegg und der Holcim in Untervaz
wurden 2015 Überschreitungen des erst 2016 eingeführten Grenzwertes festgestellt. Mit den neuen Regelungen geht die Schweiz einen sehr gefährlichen Weg, erlaubt organische Emissionen aus der Abfallverbrennung, riskiert hohe Dioxin-Emissionen, etc. Das BAFU spricht von „geringeren Mehremissionen in die Luft“ und begründet diesen Entsorgungsweg mit einer gesamtheitlichen Ressourcenbetrachtung.

Geringe Mehremissionen‘ von krebserzeugenden Stoffen wie Benzol oder Dioxine dür
fen auf keinen Fall toleriert werden. Die entsprechenden Materialien müssen entspre-
chend eingesetzt werden, wie es in einem ausführlichen Bericht gezeigt wird, den Josef Waltisberg am 21. August 2018 verfasst hat.

Link zum Autor: XING

Link für weiterführende Informationen: IG Gisliflue

Einladung zum Forum „Energieautarke Schweiz 2050 – keine Utopie“

Liebe Weltverbesserer

Unter dem MottoEnergieautarkie Schweiz 2050 – keine Utopie“ darf die Standortförderung Knonauer Amt am 2. Oktober hochrangige Dozenten mit einer klaren Message begrüssen. Sie sprechen zu folgenden Themen:

„Energieautarke Schweiz 2050 — keine Utopie“ Prof. Anton Gunzinger, Unternehmer Supercomputing Systems AG, scs, Dozent an der EZH Zürich, Autor des Buches „Kraftwerk Schweiz“.

Prof. Anton Gunzinger zeigt in seinem Referat auf, wie die Schweiz ohne Subventionen die Energiewende schaffen und die Energieversorgung 2050 weitgehend aus Erneuerbaren bestehen wird.

„Der Beweis: die Energieregionen“ Charles Höhn, Mitglied Forum Energie-Umwelt der Standortförderung Knonauer Amt und Projektleiter ERKA

Charles Höhn zeigt anhand der Entwicklung der Region auf, dass die Aussagen von Professor Gunzinger tatsächlich keine Utopie sind. Das Knonauer Amt kann selbst als Agglomerations-Region eine erstaunliche Entwicklung vorweisen.

 „Auswirkungen auf Wirtschaft und Ausbildung“ Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat FDP Zürich, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband und Vorstands­mitglied des Haus­eigentümer­ver­bandes Kantons Zürich

Hans-Ulrich Bigler geht darauf ein, was der Weg in eine nachhaltige Energiezukunft für die Schweizer Wirtschaft bedeutet und welche Chancen er bietet.

Die Moderation übernimmt Philipp Löpfe, Wirtschaftsjournalist und Buchautor

Zeitlicher Ablauf

20:00  Begrüssung – Marcel Strebel, Präsident Standortförderung
20:05  Referate
21:30  Raum für Fragen
22:00  Ende der Veranstaltung

Ort

Kasinosaal Affoltern am Albis

Teilnahme

Seid ihr an dieser hochrangigen Veranstaltung interessiert? Anmeldung ist nicht nötig, würde den Veranstaltern aber die Arbeit erleichtern. Bitte per Email an charles.hoehn@knonauer-amt.ch.

Einladungsflyer Forum 2.10.18

Die Fair-Food-Initative – sinnvoll oder gefährlich?

Öffentlicher Informationsanlass

Unsere Verfassung umfasst inzwischen 197 Artikel und 95 Seiten. Soll nun auch das Ziel von umweltschonend und tierfreundlich produzierten Lebensmitteln in der Bundesverfassung verankert werden? Der glp und EVP ist eine sachliche Information bei Abstimmungsvorlagen wichtig. Deshalb bieten wir am
Dienstag 11. September die Möglichkeit, sich über diese Initiative zu informieren.

Um die aktuelle Situation der Lebensmittelversorgung und den Wert einer nachhaltigen Produktion fachlich zu beleuchten, konnte der Ämtler Pionier und Bio-Bauer Hansjörg Schneebeli für ein kurzes Gastreferat gewonnen werden. Für Fragen und Diskussion wird genügend Zeit eingeräumt.

Wann? Dienstag, 11. September, 19.30 Uhr
Wo? Im Ulmensaal des reformierten Kirchgemeindehauses Affoltern.

Auf euren Besuch freuen sich

Daniel Sommer, EVP
Hans Wiesner, glp

Wie gehen wir mit Ausländern um?

Ganz unabhängig davon, wie wir Menschen aus anderen Ländern gegenüber eingestellt sind, wir haben Bilder von Ihnen? Wie sind sie, wie sollen sie sein? Was machen sie, was sollen / dürfen sie machen?

Folgenden Ausschnitt aus dem TagiMagi (Das Magazin) vom 11.08.18 möchten wir euch dazu auf die Augen legen. Er ist unter dem Titel „Secondo, bei Fuss“ erschienen und versteht sich als Nachtrag zur Doppeladler-Diskussion:

Weiterlesen „Wie gehen wir mit Ausländern um?“

Nein zu Waffenexporten (Schweiz)

Nächste Woche entscheidet die sicherheitspolitische Kommission des Ständerates, ob auch sie erleichterte Waffenexporte in Bürgerkriegsländer unterstützen. Ich will kein Blut an meinen Händen und habe deshalb meiner Vertretung in der Kommission meine Meinung deutlich gesagt. Macht bitte auch mit:

https://www.campax.org/de/aktiv-werden/kein-blut-an-unseren-haenden-nein-zu-erleichterten-waffenexporten

 

Rassismus ist eine Position der Schwäche

Ein Artikel von Hans Brandt im TagesAnzeiger,

Europa ist weniger frei von Diskriminierung, als es scheinen mag. Davon kündet die Bewegung um #MeTwo. Sie bringt uns weiter.

Rassismus regiert. In den USA, in Russland, in Ungarn, in Polen. Nun auch in Italien. Das Gebot, Fremden mit Höflichkeit zu begegnen, gilt nicht mehr. Beschimpfung wird salonfähig – von Latinos, Muslimen, Juden, Schwarzen. Die Welt ist vielen Weissen zu komplex geworden, scheinbar einfache Antworten sind gefragt. Rassisten haben sie parat: Ein Weltmeisterteam scheitert in der Vorrunde? Schuld ist «der Türke», der die nationale deutsche Fussballeinheit geradezu sabotiert hat.

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Am 23.09.: JA zum Tierwohl

Wieso sollen wir die Art und Weise, wie Fleisch produziert wird, gesetzlich enger regeln?

Was bringt uns das? Wir können ja auch einfach Bio/Bodenhaltung/Knospe kaufen.

Und haben wir dann überhaupt noch eine Chance gegen ausländisches Billig-(Fabrik-)Fleisch?

Unser Mitglied Hans Wiesner empfiehlt bei derartigen Fragen diesen guten Zeitungsartikel zur Lektüre:

NZZ-Artikel vom 1.Juli_2018 zum Tierwohl

Danke für den Input, Hans!