Kurze Worte zur KoVI (Konzerverantwortungsinititative)

Liebe Leute aus Nah und Fern.

Kommendes Wochenende stimmen wir über die Konzernverantwortungsinitiative ab, einiges wurde auf dieser Seite dazu schon geschrieben (zum Film, zu den grundsätzlichen Anliegen der Initiative).

Für den 29.11. zeichnet sich ein sehr knappes Resultat ab und wir möchten noch einmal in aller Kürze aufzeigen, worum es geht und warum wir die Initiative vollumfänglich unterstützen.

Letzten Endes sind es die Konsumenten, die Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen in fernen Ländern billigen, indem wir die Produkte der fehlbaren Unternehmen kaufen. Das brächte aber einen grossen Nachforschungsaufwand mit sich: Wer von uns weiss denn schon, aus welcher Mine die Rohstoffe für seine Handybatterie stammen?

Damit das nicht so bleibt, braucht es die Initiative, denn diese definiert die Regeln, nach welchen in Zukunft Verletzungen eingeklagt werden können. Für eine Klage sind klare Regeln vorgesehen, die garantieren, dass nur echte Vergehen eine Chance haben, geahndet zu werden:

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Konzernreport: der Film zur Initiative

Heute wurde der Film „Der Konzern Report“ im Netz veröffentlicht. Er lässt Menschen auf zwei Kontinenten zu Wort kommen, die durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz geschädigt werden. Dick Marty und weitere Stimmen aus dem In- und Ausland erklären, warum sie klare Regeln verlangen, damit Konzerne wie Glencore für Verfehlungen geradestehen müssen.

Schaut ihn euch an, bildet euch eine Meinung und verbreitet die Info bitte in eurem Umfeld: Wir stimmen am 29. November 2020 darüber ab, ob schweizer Konzerne weiterhin ungestraft schweizer Gesetze verletzen dürfen, solange diese im Ausland stattfinden. Mit der Konzernverantwortungsinitiative soll damit Schluss sein.
(PS.: Soll nur für Grossfirmen über 40 Mio. Umsatz gelten, KMU’s bleiben davon ausgenommen – auch wenn die Gegner etwas anderes implizieren.)

Auch ausserhalb des Internets hat der Abstimmungskampf längst begonnen. Zum Beispiel im Konanuer Amt, wie dieser Artikel belegt:

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Abstimmungsempfehlungen zum 27. September 2020

Wie würde unsere Natur abstimmen?

Wir können in 13 Tagen einige wichtige Entscheidungen beeinflussen: am 27. September 2020 stehen Abstimmungen an. Hier unsere Empfehlungen zu den eidgenössischen Vorlagen aus grüner, sozialer und nachhaltiger Perspektive.

  • Begrenzungsinitiative: nein (Beitrag der Grünen Partei dazu hier)
  • Neue Kampfjets: nein (1E-Artikel dazu hier)
  • Änderung Jagdgesetz: nein (Gedanken dazu hier)
  • Vaterschaftsurlaub: ja (Page dazu hier)
  • Neue Kinderabzüge: nein (Argumente dazu hier)

Mit hoffnungsvollen Grüssen,
eine Erde

Die Konzernverantwortungsinitiative: worum geht es?

Die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) kommt bald zur Abstimmung. Was will sie? Was wären die Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen, wenn sie angenommen würde?

Das Schweizer Fernsehen hat einen kurzen Beitrag gedreht, der diese Fragen beleuchtet und auch Vergleiche zu den Regeln in anderen Ländern zieht.

Weshalb die Schweiz keine neuen Kampfflugzeuge braucht

Die Schweiz denkt wieder einmal über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge nach. 36 bis 40 Stück – für 6 Milliarden Franken!

Warum ist diese Beschaffung unsinnig? Wir haben vier kurze und einleuchtende Gründe:

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Düstere Aussichten für die strahlenden Energie

Ist Kernenergie eine nachhaltige Energieform? Wenn es nach den Ländern Frankreich, Grossbritannien und Ungarn ginge, wäre diese Frage mit „ja“ zu beantworten. Ein Ende letzten Jahres heftig geführter Streit in der EU (Stichwort „Taxonomie“, die Lenkung von Finanzströmen in grüne Wirtschaftszweige) ging mit einem Kompromiss zu Ende. Atomenergie wurde einstweilen weder als umweltfreundlich noch als umweltschädlich eingestuft (Gas hat diesen Zwischenstatus übrigens auch erhalten).

Zutreffend und unumstritten ist dabei, dass Atomenergie vergleichsweise wenig CO2-Emissionen verursacht.

Völlig unabhängig vom Ausgang dieses Tauziehens um die strahlende Energie sieht es wirtschaftlich aber düster aus für sie. Seit der Katastrophe von Fukushima 2011 geht der Trend klar weg von der Kernenergie. Die Ratingagentur Standard & Poor‘s schrieb dazu:

Die Sorge um die Sicherheit der Kernkraftwerke und die Lagerung der nuklearen Abfälle, das Altern der Lagerstätten für Atomabfälle und der massive Kostenanstieg bei neuen Bauten legen den Sektor lahm.

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Null Öl, Null Gas, Null Kohle

Liebe Leser*innen

Lasst uns euch ein freches, direktes und glasklares Hammerbuch vorstellen. Es trägt den Titel „Null Öl, Null Gas, Null Kohle“ und ist vom Schweizer Journalist und Historiker Marcel Hänggi. Ein Buch, welches wir genussvoll und auch betrübt verschlungen haben.

Erhältlich ist es bei Rotpunkt Verlag und hier kann es für nur 22 Franken bestellt werden.

Worum gehts? Marcel Hänggi macht bereits auf den ersten Seiten klar: Das Klimaproblem ist ein einfaches Problem: Wir verbrennen Öl, Gas und Kohle, erhöhen den CO2-Anteil in der Luft und erwärmen so das Klima. Zu einem einfachen Problem passt dann auch eine einfache Lösung: Wir müssen damit aufhören, Öl, Gas und Kohle zu verbrennen. Und zwar runter auf ein Niveau, dass man „netto Null“ nennt.

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Man wird doch wohl noch träumen (staunen) dürfen

Unsere stabile Schweiz hat nicht nur die Neutralität hervorgebracht, sondern auch einige hervorragende Rüstungsfirmen. Nun erreicht uns die Kunde, dass eine der grössten dieser Firmen, die RUAG, neue Wege beschreiten will:

Breaking News

Und umgehend meldet sich auch www.publiceye.ch mit einem Statement dazu:

Gemäss einer eben veröffentlichten Mediennmitteilung plant die bundeseigene Waffenschmiede Ruag die weltweite Einstellung der Munitionsproduktion. Wie Sie in diesem Kurzfilm sehen, will die Ruag all ihre Fabriken auf grüne Technologien umrüsten.

Beschlossen wurde dieser radikale Strategiewechsel offenbar aufgrund «existentieller Reputationsrisiken» für den Rüstungskonzern. Der Verkauf todbringender Munition stehe im Widerspruch zu Schweizer Werten.

Zur Feier seiner historischen Neuausrichtung schneidet die Ruag in wenigen  Minuten in der Eingangshalle vom Hauptbahnhof Zürich eine Riesentorte in Form eines Sturmgewehrs an. Sollten Sie grad zufällig in der Nähe sein: Vorbeischauen lohnt sich.

Als Mitglied der „Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer“ begrüsst Public Eye diese überraschende Ankündigung von Ruag: Der Rüstungskonzern erfüllt damit in einer Art vorauseilendem Gehorsam die Anliegen der Korrekturinitiative, die Ende Juni eingereicht wurde.

P.S.: Man wird doch wohl noch träumen dürfen?!?

Wollen wir etwas gegen das Plastik-Problem unternehmen?

Die Initiativ-Plattform Campax hat vor Kurzem eine gross angelegte Umfrage zum Plastik-Problem durchgeführt. Es das wirklich nur ein Problem in den Drittwelt-Ländern? Sind die Schweizer- und Europäischen Seen davon wirklich unbetroffen?

Ganz im Gegenteil. Lest die Auswertungen hier – und freut euch, welche weiteren Schritte geplant sind.

Von der Eigenverantwortung

Viele bürgerliche Parteien (in der Schweiz sind das v.a. die FDP und die BDP – von der SVP sei hier für einmal nicht die Rede) setzen bei der Erreichung gesellschaftlicher Ziele auf das Individuum und dessen Eigenverantwortung. Auch bei der Klimakatstrophe soll dieses tolle Instrument zum Zuge kommen.

Jede*r Einzelne soll sich dabei für oder gegen eine Handlung entscheiden, sie oder er muss den Entscheid mit seinem Gewissen vereinbaren können – und die Folgen dieses Entscheides selber tragen. Das tönt super. Das tönt nach einer Lösung, welche ohne Verbote auskommt, an den mündigen Bürger appelliert und das Mittdenken Aller mit sich bringt.

Und das funktioniert auch super: Überall dort nämlich, wo die Kosten von Entscheidungen durch das Individuum getragen wird, welches entschieden hat:

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