Die Schweiz geht voran!

Klimawandel? Wird wohl hauptsächlich an fernen Stränden, in den Polarregionen und in schon heute trockenen Gebieten bemerkbar. Für die Schweiz – gelegen in einer gemässigten Zone, mitten in Europa und fernab des steigenden Meeres – ist das doch nur halb so schlimm.

Die Zahl „zwei“ stimmt. Leider aber steht sie nicht im Nenner, sondern im Zähler: Bei uns hat sich der Temperaturanstieg aufgrund des Klimawandels schon doppelt so stark ausgewirkt wie im Weltdurchschnitt!

Auszug der Präsentation zur CO2-Gesetzesrevision des Bundesamtes für Umwelt BAFU:

Quelle: BAFU

So sind wir wieder einmal der Zeit voraus. Ganz anders als in der Umsetzung von Klimaschutzmassnahmen, dem Ausbau der neuen Erneuerbaren, der Ökologisierung des Finanzplatzes oder dem Einsatz effektiver Steuerungsmassnahmen…

Es ist Zeit, zu handeln. Jetzt.

Die Tage der Sonne 2022 stehen vor der Tür!

Eines der regelmässigen Highlights für jeden Sonnen- und Photovoltaikfan sind die in der gesamten Schweiz stattfindenden Tage der Sonne (TdS). Dieses Jahr dauern sie vom 13. bis zum 22. Mai.

Das vollständige Programm findet ihr unter www.tagedersonne.ch oder ganz konkret unter Veranstaltungen.

Auf eine dieser Veranstaltungen möchten wir ganz besonders hinweisen: solarbonstetten präsentiert die Zweit-Premiere des im Knonauer Amt gedrehten Films „voller Energie in die Zukunft“. Hier der Eventflyer dazu:

Auf der offiziellen Homepage der TdS ist der Anlass natürlich auch beschrieben:

Sehen wir uns am 20. Mai in Bonstetten?

Sonniger Gruss,
eure solarbonstetter*innen

Podcast zu Energie

Welche Energie treibt mich an? Wofür wende ich Energie auf – und wieso? Vier ganz unterschiedliche Menschen haben sich in der reformierten Kichre Bonstetten zu einem Podiumsgespräch gefunden.

Energie aus Sonnenkraft? Göttliche Energie während einer Messe? Die Energie, immer wieder aufzustehen und ans Gute zu glauben? Oder eine universelle Energie, die allen kostenlos zur Verfügung steht?

Das Thema Energie beschäftigt (und beflügelt) die vier Gäste der ersten Gesprächsrunde „Talk am Turm“ auf ganz unterschiedliche Weise. Unter Moderation von Jeremy Notz ist am 1. April 2022 in der reformierten Kirche Bonstetten ein farbiger, zuversichtlicher und doch ganz heterogener Podcast entstanden.

Lassen Sie sich anstecken!

Benefizkonzert für die Ukraine

Für alle in Bonstetten und Säuliamt wohnhaften Menschen, die gemeinsam für den Frieden einstehen möchten!

Benefizkonzert für die Ukraine: Gemeinsam ein Zeichen setzen für den Frieden!
Am Donnerstag, 3. März um 18 Uhr findet in der reformierten Kirche Bonstetten ein Benefizkonzert für die Ukrainer und Ukrainerinnen auf der Flucht vor dem Krieg statt.

Maja Rohlenova, Sängerin der Band Kolotoc*, gebürtige Ukrainerin mit ihrem zweiten Zuhause in Bonstetten, wird zusammen mit anderen Musikgruppen aus Zürich musikalischen Widerstand leisten und sammelt Geld für humanitäre Hilfsgüter für Menschen auf der Flucht.

Kommen Sie vorbei, finden wir gemeinsam Ausdruck für unseren Schmerz.

Ja zum Zürcher Energiegesetz

Liebe Eine-Erde-Freunde

Wenn ihr nicht in Zürich wohnt / abstimmt, dann dürft ihr diesen Post gerne überlesen. Wenn ihr an fundierten, unwiderlegbaren Argumenten für die Energiewende interessiert sein, dann lieber nicht 😉

Waldbrände in Südeuropa, Überschwemmungen und entwurzelte Bäume quer durch die Stadt Zürich. Die Wetter-Extreme in diesem Sommer haben uns gezeigt: Die Klimakrise ist da, und wir müssen jetzt handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Und der nächste Schritt, um dies zu tun, naht:

Am 28. November stimmen Zürcherinnen und Zürcher über das kantonale Energiegesetz ab – eine wirksame Massnahme für mehr Klimaschutz.

40 Prozent des gesamten CO2-Ausstosses im Kanton Zürich stammen aus seinen rund 120’000 Öl- und Gasheizungen. Schützen wir das Klima dort, wo es am meisten bringt, denn in keinem anderen Bereich wird im Kanton mehr CO2 freigesetzt. Das Zürcher Energiegesetz sieht vor, dass die Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Laufzeit durch klimafreundliche Wärmesysteme ersetzt werden. So wird der CO2-Ausstoss massiv reduziert. Nachhaltige Heizsysteme schonen aber nicht nur das Klima, sondern auch das Portemonnaie:

Mit modernen und klimafreundlichen Wärmesystemen heizen Zürcherinnen und Zürcher langfristig bis zu 30 Prozent günstiger als mit Öl und Gas.

Zudem profitiert das regionale Gewerbe, da durch den Einbau von nachhaltigen Heizsystemen Arbeitsplätze für die lokale Wirtschaft entstehen. Kein Wunder wird das Energiegesetz von einer breiten Koalition unterstützt.

Und kein Wunder, wird dieses ausgewogene und Anreiz-basierte Gesetz auch von Gruppierungen mit grossen Taschen (viel Geld) bekämpft. Die Erdöl-Lobby kann hier am meisten verlieren, entsprechend hat sie auch am meisten Geld in den Abstimmungskampf geworfen. Dass hier aber Reiche (und Scheiche) die Mieterinnen und Mieter im Kanton mit an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen („ihr werdet alle eure Wohnungen verlieren oder massive Mietpreiserhöhungen erleiden“) dazu bringen wollen, weiterhin ihr schwarzes Gold zu beziehen, grenzt in unseren Augen an Betrug.

Siehe dazu auch den Tagi-Artikel über unser Mitglied Peter Ackermann.

Mit hoffnungsvollem Gruss
Roger

Material- und Kleidersammlung durch Source de Vie

Die bereits mehrere Male vorgestellte Schweizer Organisation Source de Vie, welche in Bénin/Westafrika eine Schule sowie Ausbildungs- und Produktionsstätten betreibt, startet eine Material- und Kleidersammlung. Im Dezember 2021 oder Januar 2022 soll ein Container mit dringend benötigten Gütern nach Westafrika transportier werden.

Wer kann Güter oder Materialien aus der untenstehenden Auflistung beisteuern?

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Die Theorie der kleinen Siege

Wie wir es mit dem Leben aufnehmen können, welches sich wie ein grosses, unüberwindbares Gebirge vor uns auftürmt.

Wie erreiche ich meine Ziele? Wie schaffe ich es, nach einer Niederlage wieder aufzustehen, an der Grösse der vor uns liegenden Aufgabe nicht zu verzweifeln?

Diese Gedanken haben mich – und viele von uns, wie wir gegenseitig herausgefunden haben – die Wochen nach dem Abstimmungswochenende vom 13. Juni 2021 umgetrieben. Oder sollte ich sagen: zu Boden gedrückt?

There is always sunshine after the rain“… aber hilft uns das inmitten eines üblen Gewitters? Wie kann ich erreichen, dass mich die Sonnentage mehr aufstellen als mich die Regentage runterziehen?

Karl Weick, Organisationsforscher und Psychologe, hat dazu eine sehr hilfreiche Antwort: 1984 veröffentlichte er einen Aufsatz darüber, wie man es mit dem Leben aufnehmen kann, welches mit Rückschlägen aufwartet, sich wie ein grosses, unüberwindbares Gebirge vor uns auftürmt.

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Von Bächen und Pestiziden

Wenn wir als Kinder früher ein Bächlein stauten, mussten wir immer auch einen Abfluss einplanen. Der Versuch, das gesamte Wasser zu stauen – den Bach zum Stillstand zu bringen – scheiterte jedes Mal fulminant mit einer Überschwemmung und dem Zusammenbruch der gesamten Staumauer. Das Wasser liess sich nie komplett aufhalten.

Wenn ich dieses Bild aus früheren Zeiten auf die am 13. Juni zur Abstimmung gelangende Pestizid-Initiative umlege, tauchen viele Parallelen auf. Was ist seit diesen unbeschwerten Tagen unserer Kindheit geschehen? Viele unserer Gewässer sind chemisch überbelastet, unsere Landwirtinnen und Landwirte leiden an Krankheiten aufgrund ihrer Arbeit mit Pflanzenschutzmitteln (wir haben die Artikel über ihre unfruchtbareren Kinder gelesen), die Artenvielfalt nimmt ab, ein grosses Insektensterben ist im Gang.

Der Druck steigt, etwas zu ändern. Eigentlich spüren wir es alle: etwas ist im Fluss. Was aber machen die Gegner der Initiative? Sie versuchen, den Lauf der Dinge aufzuhalten. Mit ihrem «Nein» rufen sie uns zu: «Alles ist gut, haltet die Staumauer geschlossen, wir machen weiter wie bisher.» Und der Pegel in unserem Stausee steigt weiter.

Was hat uns der bisherige Weg (ausser den bereits oben genannten Problemen) denn noch gebracht? Die Verschuldung unserer Bauern pro Hektar Land steigt und steigt, die Branche hat eine überdurchschnittlich hohe Selbstmordrate, täglich verschwinden drei Landwirtschaftsbetriebe. ABER: wir Schweizer geben nur noch 6.4% unseres Einkommens für Lebensmittel aus – so wenig wie noch nie zuvor. Ein Fortschritt? Zu welchem Preis? Es entsteht der Eindruck, mit der Ablehnung der Initiative sollen nicht unsere Bauern, sondern unsere Geldbeutel geschont werden. Das ist es mir nicht wert.

Die Pestizid-Initiative ist jetzt die Gelegenheit, kontrolliert einen Wandel zuzulassen. Wir werden mit ihr nicht nur in unserem Land den Einsatz von synthetischen Pestiziden innerhalb der nächsten 8 Jahre beenden und damit die Gesundheit von uns allen schützen. Wir werden auch den Import von Pestizid-belasteten Lebensmitteln unterbinden und damit für gleich lange Spiesse im In- und Ausland sorgen. Lasst uns gemeinsam diese Chance nutzen!

13. Juni 2021: 4 Gründe, das CO2-Gesetz anzunehmen (nicht nur fürs Klima)

Avenergy Suisse, das tönt nach Zukunft und auch nach Energie – allenfalls will man hier zukunftsträchtige Energien fördern?

Mitnichten. Avenergy Suisse hiess früher „Erdöl-Vereinigung“ und verfolgt auch nach ihrer Umbenennung im 2019 dieselben Ziele. Sie hat lediglich eine strategische Namensänderung vorgenommen. Die Öllobby wollte sich vor dem Referendum gegen das CO₂-Gesetz ein neues, unverfängliches Tarnmäntelchen überziehen.

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Klimawandel? Das Klima hat ja schon immer geschwankt.

Eines der für unsere Zeit treffendsten Gebete ist meines Erachtens dasjenige von Reinhold Niebuhr, ihr kennt es sicher schon alle:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

WENN wir also an eine Person geraten, die uns den Titel dieses Beitrages entgegenschleudert (oder angepasste Versionen wie: „die Sonnenaktivität hat einen viel grösseren Einfluss auf das Klima als wir Menschen“, „Vulkane verursachen bei einem Ausbruch massive Klimaabkühlungen“, „die Schweiz verursacht ja nur zwei Promille der weltweiten CO2-Emissionen“ etc.) UND

WENN wir zur Meinung gelangen, diese Person sei für rationelle Argumente zugänglich, dann seien dies die Pfeile in unserem Köcher:

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