Gerne stellen wir euch in aller Kürze das neueste Buch von Jonathan Safran Foer vor: „Wir sind das Klima„
Beginnen wir mit dem Fazit: „Wahrscheinlich ist es unmöglich, den Klimawandel aufzuhalten, indem man auf fossile Brennstoffe verzichtet.“
Dies dauere zu lange. Stattdessen empfiehlt der Autor: „Tierprodukte durch Alternativen zu ersetzen, bietet hingegen die einmalige Cahnce, schnell Treibhausgasemissionen zu reduzieren und zugleich Land zur Verfügung zu stellen, auf dem Bäume schon bald überschüssiges CO2 aufnehmen können.“
Unsere stabile Schweiz hat nicht nur die Neutralität hervorgebracht, sondern auch einige hervorragende Rüstungsfirmen. Nun erreicht uns die Kunde, dass eine der grössten dieser Firmen, die RUAG, neue Wege beschreiten will:
Breaking News
Und umgehend meldet sich auch www.publiceye.ch mit einem Statement dazu:
Gemäss einer eben veröffentlichten Mediennmitteilung plant die bundeseigene Waffenschmiede Ruag die weltweite Einstellung der Munitionsproduktion. Wie Sie in diesem Kurzfilm sehen, will die Ruag all ihre Fabriken auf grüne Technologien umrüsten.
Beschlossen wurde dieser radikale Strategiewechsel offenbar aufgrund «existentieller Reputationsrisiken» für den Rüstungskonzern. Der Verkauf todbringender Munition stehe im Widerspruch zu Schweizer Werten.
Zur Feier seiner historischen Neuausrichtung schneidet die Ruag in wenigen Minuten in der Eingangshalle vom Hauptbahnhof Zürich eine Riesentorte in Form eines Sturmgewehrs an. Sollten Sie grad zufällig in der Nähe sein: Vorbeischauen lohnt sich.
Als Mitglied der „Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer“ begrüsst Public Eye diese überraschende Ankündigung von Ruag: Der Rüstungskonzern erfüllt damit in einer Art vorauseilendem Gehorsam die Anliegen der Korrekturinitiative, die Ende Juni eingereicht wurde.
Wir sprechen seit über 20 Jahren vom Klimawandel und schon gleich lange wissen wir – zuerst ansatzweise, nun immer konkreter – was zu tun wäre.
Der kritischen Betrachterin der aktuellen Weltlage stellt sich die Frage: Wenn das ganze Wissen, das uns zur Verfügung steht, nicht zu einem Umdenken führt, was hilft dann noch weiter?
Die Initiativ-Plattform Campax hat vor Kurzem eine gross angelegte Umfrage zum Plastik-Problem durchgeführt. Es das wirklich nur ein Problem in den Drittwelt-Ländern? Sind die Schweizer- und Europäischen Seen davon wirklich unbetroffen?
Ganz im Gegenteil. Lest die Auswertungen hier – und freut euch, welche weiteren Schritte geplant sind.
Viele bürgerliche Parteien (in der Schweiz sind das v.a. die FDP und die BDP – von der SVP sei hier für einmal nicht die Rede) setzen bei der Erreichung gesellschaftlicher Ziele auf das Individuum und dessen Eigenverantwortung. Auch bei der Klimakatstrophe soll dieses tolle Instrument zum Zuge kommen.
Jede*r Einzelne soll sich dabei für oder gegen eine Handlung entscheiden, sie oder er muss den Entscheid mit seinem Gewissen vereinbaren können – und die Folgen dieses Entscheides selber tragen. Das tönt super. Das tönt nach einer Lösung, welche ohne Verbote auskommt, an den mündigen Bürger appelliert und das Mittdenken Aller mit sich bringt.
Und das funktioniert auch super: Überall dort nämlich, wo die Kosten von Entscheidungen durch das Individuum getragen wird, welches entschieden hat:
1. Sie nährt sich von unseren Ängsten und verbreitet sich wie ein Lauffeuer
Das menschliche Gedächtnis behält eher negative als positive Informationen, denn so lernen wir. Diejenigen, die Desinformation verbreiten, sind sich dessen bewusst und machen sich tiefsitzende Emotionen zunutze, was es wahrscheinlicher macht, dass wir Desinformation in unseren sozialen Medien teilen — und so verbreitet sie sich sechsmal schneller als tatsächliche Nachrichten!
Beitrag der Standortförderung Knonauer Amt, Forum Energie-Umwelt, Charles Höhn
Schon 20% erneuerbare Energie aus der Region – Ziel ist
80%
Die im Säuliamt selbst produzierte erneuerbare Energie deckt aktuell 20,4 Prozent des Bedarfs an Wärme und Strom. Das ist mehr als das Doppelte des Schweizer Durchschnitts. Ziel ist, bis 2050 den Bedarf zu 80 Prozent aus regional produzierter erneuerbarer Energie zu decken. Dies ohne EKZ-Wasserstrom. Mit diesem käme die im Agglomerationsgürtel liegende Region schon heute auf einen Anteil von 51 Prozent erneuerbare Energie.