Düstere Aussichten für die strahlenden Energie

Ist Kernenergie eine nachhaltige Energieform? Wenn es nach den Ländern Frankreich, Grossbritannien und Ungarn ginge, wäre diese Frage mit „ja“ zu beantworten. Ein Ende letzten Jahres heftig geführter Streit in der EU (Stichwort „Taxonomie“, die Lenkung von Finanzströmen in grüne Wirtschaftszweige) ging mit einem Kompromiss zu Ende. Atomenergie wurde einstweilen weder als umweltfreundlich noch als umweltschädlich eingestuft (Gas hat diesen Zwischenstatus übrigens auch erhalten).

Zutreffend und unumstritten ist dabei, dass Atomenergie vergleichsweise wenig CO2-Emissionen verursacht.

Völlig unabhängig vom Ausgang dieses Tauziehens um die strahlende Energie sieht es wirtschaftlich aber düster aus für sie. Seit der Katastrophe von Fukushima 2011 geht der Trend klar weg von der Kernenergie. Die Ratingagentur Standard & Poor‘s schrieb dazu:

Die Sorge um die Sicherheit der Kernkraftwerke und die Lagerung der nuklearen Abfälle, das Altern der Lagerstätten für Atomabfälle und der massive Kostenanstieg bei neuen Bauten legen den Sektor lahm.

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Assortierte Fakten und Meinungen im Februar 2020

Es ist Zeit für einen weiteren Beitrag mit einer lockeren Sammlung aus Fakten (Zahlen) und Meinungen. Bislang in dieser Reihe erschienen:

Viel Spass und Inspration bei der Lektüre!

Der weltweite Fleischkonsum wird um 50 Prozent zurückgehen, der Verbrauch von Milchprodukten um 20 Prozent.

Emmanuel Faber, CEO von Danone (Interview ggü. RBC pro)

250 Mio vegatarische Burger wird das Unternehmen Beyond Burger künftig jährlich in den USA verkaufen. Dies über eine Partnerschaft mit McDonald’s.

Berechnungen der UBS

Swiss Re beziffert den Schaden, welcher 2019 durch Naturkatastrophen und durch von Menschen verursachte Katastrophen verurschacht wurde, auf 56 Mrd. Dollar.
Die britsche NGO Christian Aid listet 15 Naturkatastrophen auf, welche eine Schadensumme von je über einer Milliarde Dollar verursachten. Sie alle stehen im Zusammenhang mit der Klimakrise.

Um +158% ist der Verkauf von Elektroautos in der Schweiz 2019 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das ist eine riesige Zunahme, in absoluten Zahlen gingen jedoch nur 13’000 Fahrzeuge (davon 6000 Teslas) über den Ladentisch.

Swissquote Magazin

Erklärung des Klima-Notfalls – was kannst du tun?

Es ist klar, dass es ohne globale politische Massnahmen keine Lösung für den weltweiten Klimawandel geben kann. Das heisst aber nicht, dass es nutzlos oder unnötig wäre, auf der persönlichen Ebene zu handeln. Politische Lösungen werden ebenfalls persönliche Veränderungen bedingen, und es kann nicht schaden, dabei etwas Vorsprung zu haben – besonders, wenn man bedenkt, wie spät wir schon dran sind. (Übersetzung aus dem Englischen, Original von Jordi Boggiano)

An seinem Geburtstag, am 24. Dezember 2019, veröffentlichte Jordi Boggiano einen Text, der hier im Original nachzulesen ist: Declaring a PHP Climate Emergency. Auf Twitter bat er darum, die Ideen bekannter zu machen, was ich mit der nachfolgenden deutschen Version sehr gerne versuche, weil Jordi meines Erachtens so ziemlich jeden Nagel auf den Kopf trifft. Jordi Boggiano ist Belgier und arbeitet für eine Zürcher Softwarefirma als Head of Engineering.

Jordis wichtigste Erkenntnisse überraschen vielleicht nicht, trotzdem empfehle ich sehr, den ganzen Artikel mit den Überlegungen und Begründungen zu lesen. Hier eine Übersicht für alle, die es eilig haben:

  • Energie gezielter einkaufen.
  • Auf Flüge verzichten.
  • Weniger Fleisch essen.
  • So wählen und abstimmen, dass etwas passiert.
  • Andere motivieren, es dir gleichzutun.
  • Für CO2-Kompensation bezahlen.

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Was lege ich 2019 unter den Weihnachtsbaum?

Schenken ist schön. Was aber, wenn die Freude des Schenkens überschattet wird vom unguten Gefühl, den Konsum anzuheizen und unsere Umwelt weiter unter Druck zu setzen?

Dann ist es vielleicht an der Zeit, Schenken mit Umweltschutz zu verbinden. Schenken Sie Umweltschutz! Und zwar mit nachweislichem Effekt, ganz konkret:

Myclimate bietet hier die Möglichkeit, gezielt CO2-Kompensationsprojekte auszuwählen und zu schenken.

Und mit dem WWF können Tieradoptionen verschenkt werden, welche der ausgewählten Tierart dringend nötige Unterstützung verschaffen.


Wir wünschen euch von Herzen schöne Weihnachten und ein nachhaltiges neues Jahr!!

Wie Wasser zur Ware wird

Urs Schnell und Res Gehriger beleuchten in einem eindrücklichen Film die Rolle, die der Nestlé-Konzern bei der Ausbeutung natürlicher Wasserquellen spielt. Die Initianten der Konzernverantwortungs-Initiative zeigen den Film am 30. November im Reformierten Kirchgemeindehaus Bonstetten.

Rezensionen zum Film:

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Zündstoff Energie: Veranstaltung am 22.10.19 in Affoltern a.A.

Memoriav präsentiert Bilder aus Schweizer Film- und Fernseharchiven
Am 22. Oktober lädt der Kulturkeller Marotte in Affoltern am Albis zu einer spannenden Veranstaltung ein. Mit dabei sind

  • Daniel Heusser, Verantwortlicher Klimaschutz WWF-Schweiz
  • Ruth Kaufmann-Hayoz, ehem. Direktorin Interfakultäre Koordinationsstelle für Allg. Ökologie, Uni Bern

Die Moderation führt Claudio Miozzari, Historiker Memoriav durch.

Energie treibt unseren Alltag und unsere Wirtschaft an – und sie birgt seit Jahrzehnten politischen Zündstoff. Denn Energieressourcen sind endlich, bergen grosse Gefahren oder verändern Landschaften über Generationen hinweg. Wie veränderte sich die Energiepolitik der Schweiz in den vergangenen hundert Jahren? Welche Visionen standen und stehen dahinter? Und wie begegnen wir den aktuellen Herausforderungen? ‹Zündstoff Energie› befragt prominente Gäste.

Ort: Kulturkeller Marotte, Centralweg 10, Affoltern am Albis
Zeit: 18:30 Uhr
Anschliessend fakultatives Abendessen
Reservation Eintritt und Essen: www.lamarotte.ch oder 044 760 52 62.
Abendkasse

Foto: Atomkraftwerk Beznau, Filmwochenschau 1969