Unser ureigenes Plastikproblem

Gastbeitrag im Tages-Anzeiger von Bastien Girod über eine missverstandene Gefahr für die Umwelt.

In unserem Land mangelt es nicht an Abfallkübeln, jedes Kind wird in Sachen Abfalltrennung unterrichtet, und wir haben Millionen investiert in eine hoch entwickelte Entsorgungsinfrastruktur. Von der Plastikverschmutzung der Meere haben wir zwar gehört, aber unsere Seen sind kristallklar. Doch der Schein trügt. Auch wir haben ein Plastikproblem. Und: Ökobilanzen helfen hier nicht weiter.

In der Schweiz findet man laut einer Untersuchung auf fast jedem Quadratmeter entlang unserer Gewässer ein Stück Plastik. Plastik verdreckt das Grüngut, unsere Kompostieranlagen müssen immer mehr Aufwand treiben, um das unerwünschte Material auszusortieren. Sogar in Naturschutzgebieten ist der Boden mit Plastik verschmutzt. Die Plastikverschmutzung ist real, auch in der Schweiz. Die schiere Anzahl an kurzlebigen Plastik produkten, die in Umlauf kommen, sprengt die Möglichkeiten der besten Abfallentsorgung. Apéro-Gäbeli, Lollistängeli, Röhrli, Wattestäbchen werden millionenfach verbraucht. Weiterlesen „Unser ureigenes Plastikproblem“

Filmpräsentation an den Tagen der Sonne 2018

Solarbonstetten macht auch an der diesjährigen Ausgabe der Tage der Sonne im Knonauer Amt mit und stellt unter anderem wiederum einen inspirierenden Film vor: Power to Change – die Energierebellion.

Power to Change 2Es ist die Geschichte einer Suche – einer Reise, auf der Fragen aufgeworfen und Antworten gefunden werden.

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Vollgeld: Die entscheidende Wende?

Mail von Christoph Pfluger, Herausgeber der Zeitschrift „Zeitpunkt“

«Wie kann die Wirtschaft dem Leben dienen, anstatt dem Profit?» Diese Frage stand im Zentrum der Konferenz «From Organisation to Organism», die ich 1987 als Wirtschaftsjournalist im schottischen Findhorn besuchte. Sie hat mein Leben verändert, und vielleicht wird sie auch Sie nicht unbeteiligt lassen, wenn Sie denn weiterlesen.

Unter den Referentinnen war auch Margrit Kennedy, die grande dame der Geldreform. Sie erklärte die Wirkung des Geldes auf unser Leben, auf die Art unserer Zusammenarbeit und auf die Menschengemeinschaft als Ganzes. Mir war schnell klar: Das Geld, das wir jeden Tag verdienen und ausgeben, ist keineswegs neutral, sondern eine subtile, aber mächtige Umverteilungsmaschine. Diese Erkenntnis hat meine Arbeit als Journalist und Verleger seither geprägt.

Es herrscht Krieg zwischen arm und reich, sagt Warren Buffet, einer der reichsten Männer der Welt. Und seine Klasse, die der Reichen, würde diesen Krieg gewinnen. Weiterlesen „Vollgeld: Die entscheidende Wende?“

AKW-Strahlengrenzwert um Faktor 100 erhöhen? Nein danke.

Am 6. März 2018 hat die Atomaufsichtsbehörde ENSI bekannt gegeben: Das seit drei Jahren stillgelegte AKW Beznau I soll trotz Mängeln im Stahl des Reaktordruckbehälters wieder ans Netz. – Melde dich zu Wort und protestiere gegen den Abbau von Sicherheitsvorschriften!

Das veraltete AKW Beznau entspricht nicht den Standards, die heute an ein AKW gestellt werden. Das Unglück in Fukushima vor sieben Jahren zeigte deutlich, dass konzeptionell veraltete AKW ein (zu) grosses Risiko sind. Mit der Wiederinbetriebnahme des mangelhaften Reaktordruckbehälters kommt nun im dicht besiedelten Schweizer Mittelland eine weitere, grosse Unsicherheit dazu. Nils Epprecht, SES-Projektleiter Strom&Atom, sagte zur Tagesschau: «Heute ist ein schwarzer Tag für die Sicherheit in der Schweiz!»

Ausserdem plant der Bundesrat eine Abschwächung der Anforderungen an die nukleare Sicherheit. Die Bevölkerung würde dadurch einem 100 Mal höheren Strahlenrisiko ausgesetzt.

Sende darum jetzt dem Bundesamt für Energie BFE eine Stellungnahme: https://energiestiftung.ch/stellungnahme-teilrevision-verordnungen.html

Quelle: Schweizerische Energie-Stiftung SES

Friedenskräfte sichtbar machen

Dieser erfrischende, freche und sehr notwendige Beitrag aus den schönen Seiten des WWW möchten wir euch heute vorstellen:

Link Symbol

Die Highlights darin:

…von und mit Christoph Pfluger, dem Herausgeber der Zeitschrift Zeitpunkt

Jetzt haben wir die Möglichkeit, dem internationalen Elfenbeinhandel Einhalt zu gebieten

In diesen Stunden führt die EU eine gross angelegte Umfrage zur künftigen Regulierung des Elfenbeinhandels durch. Das globale Netwerz Aavaz, über welches wir schon einige Male berichtet haben, nutzt diese Gelegenheit, um den verantwortlichen Stellen eine unmissverständliche Botschaft zukommen zu lassen:

Wir wollen keinen Elfenbeinhandel mehr. Wir wollen die sanften Riesen unserer Zeit vor
dem Aussterben schützen!

Um diese Botschaft ins Herz der EU zu tragen, bitten wir euch, diese Umfrage schnellstmöglich auszufüllen:

https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/SurveyOnIvoryTradeInTheEU2017

Die Anleitung zur Ausfüllung dieser Umfrage findet sich hier.

Mit hoffnungsvollen Grüssen,
Roger

Weniger Stau am Gotthard

Über Ostern erreicht der Stau wieder einmal eine Länge von 16 Kilometern und die Autofahrer brauchten mehr als 4 Stunden durchs Urnerland. Die zweite einspurige Gotthard-Röhre kann daran wenig ändern, wohl aber die NEAT, die letzten Dezember eröffnet wurde. Wie das?

Fast der gesamte Personen- und Güterverkehr verkehrt jetzt durch den Basis-Tunnel und nur noch zwei Regionalzüge pro Stunde nutzen den alten zweispurigen Gotthard-Tunnel. Es hat Platz für einen leistungsfähigen Autoverlad wie am Lötschberg, wo bis 14’000 Autos am Tag durch den alten Tunnel transportiert werden. Die Verladeanlagen in Göschenen und Airolo sind noch vorhanden und das Wagenmaterial kann wohl aus Deutschland bezogen werden, wo die Autoreisezüge auf Ende 2016 eingestellt wurden.

Was soll der Autoverlad kosten? Damit die Autofahrer aus dem Stau auf diese Variante umsteigen: Nichts! Zur Finanzierung schlage ich einen „Gotthard-Zweifränkler“ auf die Autobahnvignette vor – so tragen alle Autofahrer diese Stauabbau-Mass-nahme solidarisch. Die vielgeplagten und ebenso vieljammernden Urner und Tessiner werden nicht wie bei einer allfälligen Tunnelgebühr übermässig zur Kasse gebeten. Die Bündner freuen sich über die Entlastung der San Bernardino-Route. Das wäre für alle Beteiligten vertretbar und die „Gotthard-Pauschale“ von 2 Franken pro Jahr im Vergleich zu den Tunnelgebühren am Arlberg (9.50 Euro) und Grossen Sankt Bernhard (29 Franken) noch immer noch marginal.

Mit etwas gutem Willen und Volldampf bei den Verantwortlichen könnte das auf Ostern 2018 bereits klappen – nicht erst 2030!

Hans Wiesner, Bonstetten
glp-Kantonstrat

Motion für mehr Kostenwahrheit im Flugverkehr

Unser Mitglied Hans Wiesner strebt eine Motion an, um den Flugverkehr künftig seine wahren Kosten selber tragen zu lassen. Dies würde wieder zu gleichlangen Spiessen zwischen den verschiedenen Transportmöglichkeiten führen.

1. Ausgangslage

Aufgrund historischer Beschlüsse sind Flüge in unsere Nachbarländer bis heute von jeglichen Steuern (insbesondere Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer) und Abgaben (CO2-Abgabe, Klimarappen) befreit. Dies führt zu einer Bevorzugung des Flugverkehrs im Vergleich zu Bahn, Bus und privatem Motorfahrzeugen und dazu, dass z.B. ein Flug von Zürich nach Wien oder Berlin für 50 Franken zu haben ist (Bahnreise 150 Franken), obwohl der Flug dreimal mehr Energie verbraucht wie eine Bahn- oder Busreise. Diese Situation wird heute von einer grossen Mehrheit der Bevölkerung und Verbänden (VCS, TCS, ASTAG, VöV) als unfair betrachtet.

Irrtümlicherweise ging man (vor 60 Jahren!) davon aus, dass der Luftraum grundsätzlich ausserhalb der staatlichen Hoheitszonen liege, was nach heutigem gängigem Rechtsverständnis nicht zutrifft. Der Luftraum über der Schweiz gehört zum Schweizer Rechtsraum, wie z.B. bei der Luftverkehrs- oder Sicherheitsüberwachung. Eine Steuerbefreiung ist damit nicht gegeben.

Das Dienstleistungspaket eines Fluges erfolgt zudem zu einem grossen Teil am Boden (Management, Marketing, Flugticketverkauf, Check-In, Gepäckabfertigung, Flugvorbereitung, Betankung, Enteisung, Rollwege, Treibstoffverbrauch und Lärmemissionen beim Start), was ebenfalls gegen eine Steuerbefreiung spricht. Weiterlesen „Motion für mehr Kostenwahrheit im Flugverkehr“

Kohle-Comeback in den USA

Die Kohle feiert in den USA derzeit ein beeindruckendes Comeback. Verantwortlich dafür sind der Abbau rechtlicher Hürden unter dem aktuellen Präsident, der dem umweltbelastenden Rohstoff zu neuem Glanz verhelfen will sowie der gestiegene Gaspreis.

Im ersten Quartal dieses Jahres stieg die Kohleproduktion in den USA um 14%, die Exporte gar um 58%. Damit wird aktuell ein Drittel des in den Vereinigten Staaten verbrauchten Stroms aus Kohle erzeugt.