Reisen mit dem Zug

Wir reisten in den letzten Jahren mit dem Zug nach Paris, Hamburg, Mailand und wir reisen in diesem Frühling mit dem Zug nach Florenz.
Wir geniessen das Unterwegssein im Zug und haben ein gutes Gewissen in Sachen ökologischem Fussabdruck. Mobilität ergibt einen umso grösseren ökologischen Fussabdruck, je weiter die Distanzen sind und mit meiner Wahl des Reisemittels.
Ob Flugzeug, Zug oder Auto (Elektro oder Benziner?) – die CO2 Bilanz fällt sehr unterschiedlich aus.
Welche Städtereise soll es sein? Eine Weltstadt wie Paris oder New York? Paris schlägt NY in Sachen CO2 – Ausstoss um den Faktor 292!!!!!!!! bei Anreise mit dem Zug (3h ab Zürich HB).
Das heisst nicht, dass wir nie nach New York fliegen dürfen. Aber muss es wirklich für vier Tage  Weihnachtshoppen sein? Jedes Jahr?
Hier gibts die Fakten zum Reisen in übersichtlicher Form: mit-dem-zug-verreisen

Stiftung Rotenbirben

Ein Landwirtschaftsprojekt in Bonstetten

Der Grundstein wurde gelegt! Die Stiftung hat die bürokratische Hürde überwunden und nun warten im neuen Jahr 2017 ganz andere Herausforderungen: Physische Arbeit. Ganz rudimentär, mit Dreck unter den Fingernägeln, kalte Füsse, viel Schweiss und körperliche Anstrengungen. Die Bäume müssen geschnitten und gepflegt werden, die Mäuse bekämpft, die riesige Scheune geräumt, die Gemüsebeete vorbereitet und die Werkzeuge herbeigeschafft werden. Einen alten Bauernhof in wertvollen Lebensraum für die lokale Bevölkerung zu verwandeln braucht viel Einsatz – denn unsere Ansprüche sind hoch! Das Gelände sollte zugänglich sein und nicht verwachsen, die Räumlichkeiten müssen diverse Nutzungen zulassen und nicht zum Schrottplatz verfallen, die Bäume sollten einerseits Nahrungsmittel produzieren und andererseits Lebensgrundlagen für eine Vielzahl an Tieren sein. Es braucht eine nette Feuerstelle und gemütliche Sitznischen, die zum Verweilen einladen und eine Hecke, welche die Kinder von der Strasse schützt.

Ja, wir haben hohe Ansprüche – doch zurecht! In einem Dorf brauchen wir mehr Platz, um zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, als an der Kasse im Coop. Und vielleicht möchten Eltern nicht nur zuschauen wie sich ihre Kinder auf dem Spielplatz oder Fussballfeld austoben, sondern selbst aktiv werden. Und warum „hängen“ Jugendliche immer am Bahnhof rum – oder haben sie andere Möglichkeiten?
Raum ist facettenreicher als wir denken! Wir können an einem Ort unsere besten Freunde treffen und neue Bekanntschaften machen, wir können unsere Nahrung anpflanzen und Essen zubereiten, Kinder können sich austoben, Erwachsene können werkeln und Jugendliche können hängen.

Essen verbindet, Liebe geht durch den Magen, du bist was du isst! Die Landwirtschaft sollte wieder die Rolle in der Gesellschaft spielen, die ihr gebührt. Und es ist möglich, auf einem Feld gleichzeitig Lebensraum für unsere natürliche Flora und Fauna sowie Lebensraum für unsere eigene Entfaltung zu kreieren! Doch dafür brauchen wir Menschen, die bereit sind, über ihren Schatten zu springen und Gemeinschaft zu leben – nicht virtuell, sondern vor der Haustüre.

Am 11. und 18. Februar 2017 gibt es einen Baumschnittkurs für Obstbäume.
Am 25. Februar 2017 wird die alte Scheune geräumt und Platz für neues geschaffen.
Am 25. März 2017 findet ein grosses Frühlingsfest statt! Die Stiftung stellt sich vor – alle sind eingeladen!

Und weitere Projekte sind für das neue Jahr geplant: Die JeKaMi-GärtnerInnen eröffnen ihre Gärten auf dem Gelände, ein essbarer Waldgarten soll entstehen, eine Gartenschule für Kinder wird gegründet – und es hat Platz für viele weitere Ideen, die sich zurzeit in der Pipeline befinden, auch Deine.

Weitere Informationen: jeremy.notz@hotmail.com

Bienen: Wir engagieren uns

Pflanzaktion für Lehrerinnen und Lehrer

Diesen Frühling geht die Pflanzaktion von Coop Bau + Hobby und Bio Suisse zugunsten der Bienen in die zweite Runde. Die letztjährige Aktion war ein voller Erfolg: Knapp 700 Schulklassen haben teilgenommen und Lebensräume für Bienen und andere Bestäuber geschaffen. Deshalb verschenken Coop Bau + Hobby und Bio Suisse wieder 1000 Pflanzsets mit Bio-Setzlingen und -Saatgut. Tipps für Ihren Unterricht sowie weitere Informationen und die Anmeldung: Anmeldung Pflanzaktion

Eigene Wildbienen auf deinem Balkon

 

beehome-wildbiene-partner

Bienen sind für unser Leben bedeutsam. Sie helfen mit, unseren Tisch reichlich mit Früchten zu decken. In der Schweiz leben 600 verschiedene Bienenarten. Davon sind nur drei Arten Honigbienen. Den Bienen geht es allgemein nicht gut. Ihre Zahl nimmt durch den Einsatz von Pestiziden und Krankheitserreger stark ab.

Du kannst den Bienen helfen. Du kannst deine eigenen Wildbienen auf deinem Balkon oder in deinem Garten halten.

Mit einem BeeHome kannst du bei dir zu Hause harmlose Wildbienen vermehren und die Bestäubung in deiner Umgebung erhöhen. Jedes Wildbienen-Häuschen beinhaltet eine Startpopulation von rund 15 Mauerbienen, die im Frühling kostenlos bezogen werden kann.

bildschirmfoto-2017-02-07-um-21-33-29Das BeeHome kostet 120 Fr. Danach bist du Götti/Gotte und bekommst jedes Jahr im März gratis deine Startpopulation von wildbieneundpartner.ch

Bei uns zu Hause auf dem Balkon in Zürich Albisrieden fliegen seit zwei Jahren Wildbienen – faszinierend!

Viel Spass und Staunen wünschen wir dir!

 

Du kannst diese Dokumentation auch als pdf runterladen und weiterverbreiten.
ee-tipp-wildbienen-pdf

Im Grunde sind wir alle vor allem Menschen

Sympathische Videobotschaft des Dänischen zweiten Fernsehens TV2

Ein kurzer Film, der zeigt, dass wir trotz vielen Unterschieden auch viel gemeinsam haben, z.T. mit Menschen, denen wir uns gar nicht ähnlich fühlen. Eine Botschaft der Menschlichkeit.

ECHTER Fair-Trade-Kaffee

«Jede Bestellung macht die Welt ein wenig besser.»

Diese Worte stammen für einmal nicht von einem unserer Mitwirkenden, sondern von Marie und Michaël Tuil. Sie haben kurzerhand ihre Jobs an den Nagel gehängt, sind nach Äthiopien gereist und haben dort 2 Tonnen Kaffee gekauft.

Fairen Kaffee kaufen

Diesen verkaufen sie nun unter www.directcoffee.net direkt, fair und transparent. Die Erlöse fliessen in grossem Masse zurück an die Bauern, deren Familien und Dörfer. Sogar Schulen werden damit finanziert. Schaut mal rein!

Warum es uns gelingt, den Klimawandel zu verdrängen

Was bewirken Fakten wirklich?

Im Nachgang zum Artikel „Facts?“ verwende ich Überlegungen aus einem GEO-Artikel von 2007. Darin wird aufgezeigt, dass es in einer mit Informationen überfütterten Gesellschaft der Normalzustand ist, bestimmte Wahrnehmungsebenen zu leugnen. Der amerikanische Soziologe Stanley Cohen sagt dazu:

„Um ein Problem verdrängen zu können, ist es nötig, seine Existenz und seine moralischen Verwicklungen bis zu einem gewissen Grad anzuerkennen.“

Dies geschieht vor allem dann, wenn das Problem:

  • Unsichtbar ist
  • In der Zukunft liegt
  • Komplexe, langfristige und unklare Folgen hat

Dann greifen die von unserer Rasse in hunderttausenden von Jahren entwickelten Strategien nicht mehr. Wir brauchen unmittelbare Gefahren, klare Gegner, sichtbare Ursachen. Und wir brauchen Emotionen. Weiterlesen „Warum es uns gelingt, den Klimawandel zu verdrängen“