Am 8. und 9. April 2017 hat der Club „Eine Erde“ seinen ersten Arbeitseinsatz geleistet. Clubmitglieder haben sich in Bonstetten getroffen und bei bestem Frühlingswetter zugunsten der Stiftung Rotenbirben verschiedene Tätigkeiten ausgeführt:
Kategorie: Projekte
Tage der Sonne im Knonauer Amt
Vom 5. bis 14. Mai 2017 finden im Knonauer Amt die Tage der Sonne statt. Lokale Aktuere aus allen Spektren der solaren und nachhaltigen Energiegewinnung stellen aus – und sich vor -, zeigen Filme, gelungene Projekte und verrückte Ideen (zum Beispiel diese).

Auch solarbonstetten wird dabei sein – mit einem Film: „Tomorrow“. Am 12. Mai laden wir Gross und Klein (der Film ist ab 12 Jahren) ein, mit uns diesen eindrücklichen Film zu schauen. Wir zeigen die deutsche Fassung.
- Ort: Gemeindehaus Bonstetten
- Zeit: 19:30 Uhr bis zu 21:45 Uhr (inkl. Pause mit Wettbewerb)
- Im Anschluss offener Austausch bei einem Glas Wein (oder Mineral)
Am 13. und 14. Mai dann freuen wir uns auf interessierte Besucher am Solarstand der Standortförderung. Von 12:00 bis 17:00 Uhr stehen wir zusammen mit anderen Solaranbietern an der Pfruendhofstrasse 64 in Affoltern am Albis Red und Antwort zu allen Fragen der Energiegewinnung aus Sonnenenergie.
Weitere Details findet sich hier.
Buchempfehlung: Essen heisst töten
Mit „Richtig Tiere essen?!“ hat Louise Gray nicht ein Sach- sondern ein Selbstversuch-/Grundüberlegungs-/Gedankenanregungsbuch geschrieben.
Was bedeutet es, sich des Sterbens eines Tieres wirklich bewusst zu sein?
Wie wäre es, ein Jahr lang nur Tiere zu essen, welche ich selber getötet habe?

Diese Fragen hat sich Louise Gray gestellt und ein Experiment gestartet. Am Ende dieses Experimentes (welches sich von geplanten 12 auf rund 24 Monate verlängert hatte), kannte sie Jagd- und Fangmethoden, die Schrecken eines Schlachthofs – aber auch den echten Geschmack eines Huhns – und das tiefe Gefühl, dass es sehr oft kein Fleisch sein muss.
Fazit der Autorin: Man soll sich ernsthaft damit befassen, dass das konsumierte Fleisch aus nachhaltiger, das Wohl der Tiere ins Zentrum stellender Quelle kommt.
Das Buch dazu sei euch wärmstens empfohlen. Edel-Verlag, Hamburg 2017, 352 Seiten, ca. 28 Franken.
Das zweite Leben der eMobil-Batterie
Inputgeber zu diesem Beitrag: Unser Mitglied Jürg
Auch gute Ideen verbrauchen Ressourcen
Was geschieht mit Batterien von eMobilen, wenn sie pensioniert werden? Nissan hat bereits über 200’000 Leaf’s verkauft, von welchen wir schon zuvor geschwärmt haben (254 Newtonmeter, in 3.7 Sekunden lautlos auf 50 km/h). Was aber geschieht mit den Batterien dieser Fahrzeuge, wenn sie auf 70% Leistung gesunken sind und in Pension gehen?
Der Trick mit dem zweiten Leben
Die Schweizer Firma Protoscar hat mit ihrem Projekt sun2wheel ein Konzept entwickelt, welches auch müden Batterien ein sinnvolles zweites Leben ermöglicht. Diese werden zu stationären Pufferbatterien umfunktioniert, welche die Tagesenergie von der Sonne (Solardach) aufnehmen und in der Nacht ans Elektomobil abgeben kann. Erst wenn der Speicher nicht mehr reichen sollte, wird Strom ans Hausnetz (als klassisches Beispiel: Boiler) und erst danach ans externe Stromnetz abgegeben.
Der Solarstromproduzent erhält so die Möglichkeit, ein grosses Stück weit selber zu entscheiden, was mit seinem Strom geschieht – und weiss tatsächlich, welcher Strom unter seiner Motorhaube steckt.
Abstimmungskampf um die Energiestrategie 2050
Die Abstimmung um die Ausstiegsinitiative ist verloren.
Aber bereits steht die nächste wichtige Kampagne im Energiebereich an: Am 21. Mai entscheidet die Stimmbevölkerung über die Energiestrategie 2050. Damit können wir die Weichen für ein neues Energiezeitalter stellen: weg von Erdöl und Gas, hin zu Erneuerbaren, die kontinuierliche Förderung und Ausbau der Energieeffizienz und vor allem verbietet sie den Bau neuer AKW. Aus diesen Gründen ist die Energiestrategie 2050 klar zu beführworten!
Zusammen mit Umweltverbänden und -parteien werden die Grünen in den nächsten Wochen auf der Strasse unter dem Slogan «Erneuerbar statt atomar» für ein Ja zur Energiestrategie 2050 und gegen die Steinzeit-Energiepolitik der SVP einstehen. Unterstützen wir sie dabei!
| Ich bestelle Flyer und verteile sie in meinem persönlichen Umfeld oder in den Briefkästen in meinem Quartier. |
| Ich mag‘s gesellig und schliesse mich einer organisierten Flyerverteilaktion an |
Alte versus neue Generation
Ein Gastbeitrag unseres Mitglieds Juliana:
Ein klares JA zur Energiestrategie 2050
Unsere Politiker fragen sich: Soll man das Abstimmungsresultat zur Atomausstiegsinitiative gleich nutzen, um die gesamte Energiestrategie des Bundesrates zu bodigen?
Die Gegnerinnen und Gegner der Energiestrategie 2050 spüren Aufwind und setzen auf „Weiter wie bisher“, auf die dreckige und gefährliche Versorgung aus fossilen und atomaren Energiequellen und malen Blackout-Szenarien an die Wand. Viele dagegen wollen einen wichtigen Schritt vorwärts gehen – auch für die nächsten Generationen. Mit der Strategie wird die Schweizer Energieversorgung bis 2050 einheimischer und erneuerbarer. Daher stehen auch alle Schweizer Organisationen aus den Bereichen Heimat-, Natur-, Landschaft- und Umweltschutz zusammen mit den KMU und den Bauern geschlossen zur Energiestrategie 2050.
Hier der Konter des WWF gegen diese Schwarzmaler.
Solarstrom: Wir haben noch lange nicht genug
Die neuen erneuerbaren Energien werden in der Schweiz immer beliebter. – Droht bald ein Überschuss? Nein, sagt der Fachmann und SES-Projektleiter Felix Nipkow in der WOZ: «Steht der Energiewende nicht in der Sonne!»
Die Spitze des solaren Mittagshorns kann durch gute Regelung und intelligente Steuerungen direkt vor Ort absorbiert werden. Zum Beispiel indem wir das Warmwasser über Mittag erwärmen statt in der Nacht.
Felix Nipkow

Quelle: WOZ vom 9.2.2017
Reisen mit dem Zug
Stiftung Rotenbirben
Ein Landwirtschaftsprojekt in Bonstetten
Der Grundstein wurde gelegt! Die Stiftung hat die bürokratische Hürde überwunden und nun warten im neuen Jahr 2017 ganz andere Herausforderungen: Physische Arbeit. Ganz rudimentär, mit Dreck unter den Fingernägeln, kalte Füsse, viel Schweiss und körperliche Anstrengungen. Die Bäume müssen geschnitten und gepflegt werden, die Mäuse bekämpft, die riesige Scheune geräumt, die Gemüsebeete vorbereitet und die Werkzeuge herbeigeschafft werden. Einen alten Bauernhof in wertvollen Lebensraum für die lokale Bevölkerung zu verwandeln braucht viel Einsatz – denn unsere Ansprüche sind hoch! Das Gelände sollte zugänglich sein und nicht verwachsen, die Räumlichkeiten müssen diverse Nutzungen zulassen und nicht zum Schrottplatz verfallen, die Bäume sollten einerseits Nahrungsmittel produzieren und andererseits Lebensgrundlagen für eine Vielzahl an Tieren sein. Es braucht eine nette Feuerstelle und gemütliche Sitznischen, die zum Verweilen einladen und eine Hecke, welche die Kinder von der Strasse schützt.
Ja, wir haben hohe Ansprüche – doch zurecht! In einem Dorf brauchen wir mehr Platz, um zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, als an der Kasse im Coop. Und vielleicht möchten Eltern nicht nur zuschauen wie sich ihre Kinder auf dem Spielplatz oder Fussballfeld austoben, sondern selbst aktiv werden. Und warum „hängen“ Jugendliche immer am Bahnhof rum – oder haben sie andere Möglichkeiten?
Raum ist facettenreicher als wir denken! Wir können an einem Ort unsere besten Freunde treffen und neue Bekanntschaften machen, wir können unsere Nahrung anpflanzen und Essen zubereiten, Kinder können sich austoben, Erwachsene können werkeln und Jugendliche können hängen.
Essen verbindet, Liebe geht durch den Magen, du bist was du isst! Die Landwirtschaft sollte wieder die Rolle in der Gesellschaft spielen, die ihr gebührt. Und es ist möglich, auf einem Feld gleichzeitig Lebensraum für unsere natürliche Flora und Fauna sowie Lebensraum für unsere eigene Entfaltung zu kreieren! Doch dafür brauchen wir Menschen, die bereit sind, über ihren Schatten zu springen und Gemeinschaft zu leben – nicht virtuell, sondern vor der Haustüre.
Am 11. und 18. Februar 2017 gibt es einen Baumschnittkurs für Obstbäume.
Am 25. Februar 2017 wird die alte Scheune geräumt und Platz für neues geschaffen.
Am 25. März 2017 findet ein grosses Frühlingsfest statt! Die Stiftung stellt sich vor – alle sind eingeladen!
Und weitere Projekte sind für das neue Jahr geplant: Die JeKaMi-GärtnerInnen eröffnen ihre Gärten auf dem Gelände, ein essbarer Waldgarten soll entstehen, eine Gartenschule für Kinder wird gegründet – und es hat Platz für viele weitere Ideen, die sich zurzeit in der Pipeline befinden, auch Deine.
Weitere Informationen: jeremy.notz@hotmail.com

